Lohndumping bei Schlecker
“Ich würde mir zweimal überlegen, ob ich da einkaufe…”
Roland Fischer, stellvertretender Vorsitzender der Münchner SPD, weist beim Zusammenhang zwischen Lohnentwicklung und Rentenerhöhung auf die zunehmende Lohndrückerei und Tarifflucht hin. Er fordert die neue Bundesregierung auf, endlich einen Mindestlohn für die Leiharbeitsbranche einzuführen und den Widerstand gegen diese noch aus der Großen Koalition stammende SPD-Forderung aufzugeben.
Besonders perfide sei die Lohndrückerei bei der Drogeriemarktkette Schlecker. Dort würden die Beschäftigten der bisherigen Filialen, meistens Frauen, entlassen und über eine Zeitarbeitsfirma in den neuen XL-Filialen des Konzerns wieder angestellt – dabei oft nur zur Hälfte des bisherigen Lohns.Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts sind die Bruttolöhne und –gehälter der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im vergangenen Jahr um durchschnittlich 0,4 Prozent gesunken. Damit wird es für die rund 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner heuer wieder eine Nullrunde geben. Zwar verhindert die noch von Olaf Scholz eingeführte Rentengarantie eine nominale Kürzung, faktisch aber haben Rentner weniger im Portemonnaie, schließlich steigen Preise und Gebühren weiter.
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