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Lohndumping bei Schlecker

RSS 15 Januar 2010 979 views

“Ich würde mir zweimal überlegen, ob ich da einkaufe…”

Roland Fischer, stellvertretender Vorsitzender der Münchner SPD, weist beim Zusammenhang zwischen Lohnentwicklung und Rentenerhöhung auf die zunehmende Lohndrückerei und Tarifflucht hin. Er fordert die neue Bundesregierung auf, endlich einen Mindestlohn für die Leiharbeitsbranche einzuführen und den Widerstand gegen diese noch aus der Großen Koalition stammende SPD-Forderung aufzugeben.

Roland FischerBesonders perfide sei die Lohndrückerei bei der Drogeriemarktkette Schlecker. Dort würden die Beschäftigten der bisherigen Filialen, meistens Frauen, entlassen und über eine Zeitarbeitsfirma in den neuen XL-Filialen des Konzerns wieder angestellt – dabei oft nur zur Hälfte des bisherigen Lohns.
„Eine unverantwortliche und vor allem auch unchristliche Rolle spielen dabei immer wieder sogenannte christliche Gewerkschaften“, so Fischer, „die fast jeden unsäglichen Tarifvertrag unterschreiben“.„Wenn ich Rentner wäre“, meint Fischer, „würde ich ein deutliches Signal setzen. Denn die Rente ist ja direkt von der allgemeinen Lohnentwicklung abhängig. Und da würde ich es mir zweimal überlegen, ob ich bei einer Firma einkaufen möchte, wo die Löhne derart gedrückt werden.“

Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts sind die Bruttolöhne und –gehälter der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im vergangenen Jahr um durchschnittlich 0,4 Prozent gesunken. Damit wird es für die rund 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner heuer wieder eine Nullrunde geben. Zwar verhindert die noch von Olaf Scholz eingeführte Rentengarantie eine nominale Kürzung, faktisch aber haben Rentner weniger im Portemonnaie, schließlich steigen Preise und Gebühren weiter. Schlecker-lecker

Finden Sie die Geschäftspraxis daneben? Dann sagen Sie es. Hier geht’s zum Impressum von Schlecker.
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