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Ganztagsbetreuung: München auf dem richtigen Weg, Bayern im Abseits

RSS 2 Juli 2010 782 views

Pfaffmann: „Die SPD-geführte Stadt München macht vor, wie es gehen kann. Aber die schwarzgelbe Staatsregierung lässt die Kommunen beim Ausbau der Ganztagsbetreuung im Regen stehen. Diese Politik ist nicht nur familienfeindlich, sondern auch kommunalfeindlich“.

„Es hat sich mittlerweile herumgesprochen: Eine qualitativ hochwertige Betreuung der Kinder nach der Schule ist für die Familien in München und Bayern entscheidend – einerseits, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sicherzustellen und andererseits, um die individuelle Förderung der Kinder voranzutreiben.“

„Deshalb setzt die SPD seit Jahren auf den Ausbau von Ganztagsschulen und Kindertagesstätten. In München wurde in den letzten Jahren unter sozialdemokratischer Verantwortung die Zahl der Ganztagsplätze mehr als verdoppelt. Zählt man alle Betreuungsplätze zusammen, erreicht München einen Versorgungsgrad von über 60 Prozent. Das ist allerdings noch nicht genug, deswegen wird die Münchner SPD den Ausbau der Kinderbetreuung weiter vorantreiben.“

„Unser Ziel ist, dass es für 80 Prozent aller Kinder in München Ganztagsplätze gibt. Sei es in Ganztagsschulen, Tagesheimen oder Horten. Dies ist auch ein Ergebnis des wachsenden Bedarfes: über 80 Prozent der Eltern sprechen sich beispielsweise für eine Nachmittagsbetreuung der Grundschulkinder aus.“

„Beschämend ist dagegen der Freistaat Bayern unter der CSU-FDP-Regierung aufgestellt. Die aktuelle Veröffentlichung des Landesjugendamtes zeigt ein schlechtes Bild beim Ausbau der Ganztagsschulen. Danach liegt der Versorgungsgrad an allen knapp 4100 allgemeinbildenden Schulen in Bayern lediglich bei 26 Prozent bei den offenen Ganztagsangeboten. Noch düsterer sieht es bei den gebundenen Ganztagsschulen aus!“, kritisiert Pfaffmann.

Volksschulen:  19 Prozent (Von 2858 Volksschulen 527 mit Ganztagsangebot)

Realschulen: 4 Prozent (Von 352 Realschulen 13 mit Ganztagsangebot)

Gymnasien 2 Prozent (Von 408 Gymnasien 7 mit Ganztagsangebot)

Insgesamt halten von allen knapp 4100 allgemeinbildenden Schulen in Bayern lediglich 15 Prozent ein Ganztagsangebot der gebundenen Form vor.

„Dies ist ein beschämendes Bild, das die CSU in Sachen Ausbau der Ganztagsbetreuung abgibt. Es zeigt sich, dass die Christsozialen dem so wichtigen Ausbau der gebundenen Ganztagsschule wenig Bedeutung zukommen lassen. Die CSU ist eben nicht die Partei der Familien, auch wenn sie das gern glauben machen will. Das Gegenteil ist der Fall“, so der Münchner SPD Vorsitzende Hans-Ulrich Pfaffmann.

„Dass die CSU- und FDP-geführte Staatsregierung die Ganztagsbetreuung eher hindert als fördert, hat sie erst kürzlich bewiesen: Meinen Antrag auf einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagesplatz an allen Schulen hat sie wieder abgelehnt.“

„Die schwarzgelbe Staatsregierung lässt beim Ausbau der Ganztagsbetreuung die Kommunen im Regen stehen. Sie betreibt somit nicht nur eine familienfeindliche, sondern auch eine kommunalfeindliche Politik“.

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